• Foto: ES-GE

Besonderer Erfahrungsschatz


Die Beschaffung von Schwerlastequipment geht immer auch mit einem entsprechenden Fachwissen einher. Zu den Experten in diesem Bereich zählt zweifelsohne die ES-GE in Essen.


Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen – außer vielleicht durch noch mehr Erfahrung. Diese leicht modifizierte Schrauber-Weisheit trifft natürlich auch auf den Vertriebsbereich zu, schließlich ist hier jeder zusätzliche Vertragsabschluss mit einem weiteren Baustein im stetig wachsenden Erfahrungsschatz gleichzusetzen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass ein Portrait von Helmut Sucko, der inzwischen als Beratender Gesellschafter der ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH in Essen tätig ist, schnell den redaktionellen Rahmen eines herkömmlichen Beitrags auf diesen Seiten sprengen würde. Denn allein die 30-jährige Tätigkeit bei der ES-GE ist mit derart vielen Erinnerungen verbunden, dass der klassische Vierseiter lediglich Platz für ein paar ausgesuchte Highlights bieten kann. Zur erweiterten Vita des Schwerlastexperten zählt so auch der Start in die Branche, die den gelernten Huf- und Wagenschmied schon kurz nach der Ausbildung in den Verkauf von Nutzfahrzeugen führte.

Die Ausbildung absolvierte Sucko bei der Firma Georg Beilharz und Sohn, die 1901 in Essen gegründet worden ist. Nach einer anschließenden zweijährigen Gesellenzeit verließ er die Firma Beilharz – getreu dem derzeit propagierten Motto „dort, wo man gelernt hat, bleibt man immer Lehrling“ – und wechselte zu einem Essener Kraftfahrzeug-Handels- und Reparaturbetrieb, wobei ihm allerdings von seinem ehemaligen Chef mit auf den Weg gegeben worden ist, dass ihm jederzeit die Türen für eine Rückkehr offen stehen würden. Im Alter von lediglich 24 Jahren erwarb er seinen Meisterbrief im Kraftfahrzeuggewerbe und baute für seinen neuen Arbeitgeber einen in kurzer Zeit florierenden Reparaturbetrieb auf, der dann auch Fahrzeugneuaufbauten fertigte. Auch eine Großraumlackierhalle wurde errichtet. Dieser Bereich expandierte so stark, dass Sucko für seine Nebentätigkeit im aktiven Fußball kaum mehr Zeit zur Verfügung stand. Er traf die Entscheidung, sich komplett um seine berufliche Laufbahn zu kümmern und erwarb nach kürzester Zeit eine Beteiligung an dem von ihm forcierten Reparaturbetrieb und dem damals schon bestehenden Handelsbetrieb. Schnell stellte sich heraus, dass Sucko durch sein technisches Know-how beste Voraussetzungen bot, für eine Tätigkeit im Handel. In diesem Zusammenhang erfolgte die Übernahme der Broshuis-Generalvertretung für Deutschland. Das war der Einstieg für teleskopierbare Sattelanhänger, -tieflader und -tiefbetten in den deutschen Transportmarkt. Die Zusammenarbeit bestand dann auf dieser Basis rund 15 Jahre, bis schließlich im Jahre 1986 der Nutzfahrzeugexperte auf die Idee kam, sich als reines Handelsunternehmen selbstständig zu machen. Hierzu nahm er seinen früheren Ausbilder, die Firma Georg Beilharz und Sohn, mit ins Boot und gründete mit diesem die ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH. Am 1. Januar 1987 nahm Helmut Sucko die Tätigkeit auf. Mitte der 90er-Jahre stellte Sucko dann infrage, ob eine Generalvertretung für die ES-GE noch zeitgemäß sei. Fortan widmete sich das Unternehmen herstellerunabhängig der Vermarktung von gezogenen Spezialeinheiten, was letztendlich um die Vermietung derselben ergänzt wurde. Später nahm man den Verkauf und die Vermietung von Sattelzugmaschinen, mit und ohne Ladekran, ins Programm. 

Mehr als 30 Jahre später macht ein aktueller Bestand von rund 650 Fahrzeugen deutlich, dass die seinerzeitige Idee nicht nur richtig, sondern ausgesprochen zukunftsweisend war. Nun war es möglich, mit eigenen Ideen und den passenden Partnern aus der Fahrzeugindustrie selbst ausgefallene Kundenwünsche in die Tat umzusetzen. Und sollte ein Konzept, wie Helmut Sucko heute auch zu berichten weiß, sich auf den ersten Blick als schwer umsetzbar erweisen, konnte ein gemeinsames Bier aller Beteiligten bestehende Denkblockaden beiseite schieben – und dem Kunden wenig später doch noch sein einstiges Traumfahrzeug übergeben werden. So verwundert es auch hier nicht, dass im Laufe der Jahre auch ein Patent durch die ES-GE angemeldet werden konnte, und zwar das für den teleskopierbaren Megatrailer mit einer durchgehenden Ladehöhe von lediglich 1050 mm. Es wurden keine weiteren Patente mehr beantragt, da man die Erfahrung machen musste, dass durch minimale Änderungen ein Patent einfach umgangen werden kann. Nur allzu konsequent erschien da aber 1998 der Schritt, für eine ausgesuchte Fahrzeugkonstruktion als eigener Fahrzeughersteller aufzutreten und ein entsprechendes Zertifikat zu beantragen.

Trotz des Prädikats „Fahrzeughersteller“ war und ist auch weiterhin das vorrangige Ziel der ES-GE Nutzfahrzeuge GmbH die herstellerunabhängige Vermarktung von Schwerlastfahrzeugen. Durch den engen Kontakt zu den Kunden und den damit auch verbundenen, direkten Draht zum Markt erkannte Helmut Sucko dann eine weitere Marktlücke, die durch die Hersteller in der Regel nicht bedient werden konnte: die kurzfristige Bereitstellung von Fahrzeugen. Eingebunden in die eigenen Produktionspläne sind die Hersteller praktisch nicht in der Lage, kontinuierlich kurzfristige Beschaffungswünsche der Kunden zu befriedigen. Das eine oder andere Fahrzeug mal vorziehen, lässt sich zweifelsohne realisieren, kann und darf aber keinesfalls zum Normalfall einer geordneten Produktion werden. Beginnend aus kleinsten Anfängen heraus, orderte die ES-GE auf eigenes Risiko in zunehmendem Maße Fahrzeuge bei ausgesuchten Herstellern, die dann zum Zeitpunkt ihrer Fertigung kurzfristig dem Markt angeboten werden konnten. Was zunächst als recht risikoreiches Geschäftsmodell betrachtet werden kann, entpuppt sich auf den zweiten Blick als durchaus lukratives Angebot. Unter einer großen Voraussetzung: Ein langfristiger Erfolg des Geschäfts stellt sich nur bei hundertprozentiger Marktkenntnis ein – und die nimmt natürlich dann wiederum mit jedem vermittelten Fahrzeug zu.

Ein zweiter, mitentscheidender Erfolgsbaustein der Branchenkenner aus Essen ist das Modell der flexiblen Beschaffung. So bietet die ES-GE seit vielen Jahren die Möglichkeit, das gewünschte Transportequipment zu mieten, zu kaufen oder auch über den sogenannten Mietkauf zu erwerben. Dahinter verbirgt sich natürlich auch wieder das Wissen um die vielfältigen Historien und die oftmals sehr spezialisierten Leistungsspektren innerhalb der Schwerlastbranche. So abwechslungsreich das Transportgut, so unterschiedlich stellen sich die finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Unternehmen dar – ganz zu schweigen von der Möglichkeit der Kunden, bei einem zunächst vielleicht wenig bekannten Modell die Vermarktungspotenziale im eigenen Fuhrpark auszuloten. Auch in diesem Zusammenhang verweist Helmut Sucko nicht ohne Stolz auf die eigenen Vorläufe bei den jeweiligen Herstellern, die nicht zuletzt auch die recht sichere Prognose bei den Trends der Branche für die kommende Zeit belegt. Oder anders ausgedrückt: In den Listen finden sich heute schon Fahrzeuge, von denen die zukünftigen Kunden aktuell noch nicht wissen, dass sie diese demnächst dringend benötigen werden.

Über das Produktspektrum der ES-GE im Detail zu sprechen, hieße Eulen nach Athen zu tragen: mehr oder weniger maßgeschneiderte Fahrzeuge für den Transport übergroßer oder -schwerer Ladungen, die über den beschriebenen Beschaffungsmix erworben werden können. Wie lange Helmut Sucko und das ES-GE-Team inzwischen in der bekannten vielfältigen Branche unterwegs sind, macht vielleicht ein Erlebnis deutlich, das sich vor zwei Jahren zutrug. Damals fragte der langjährige Kunde und Spezialist für Industrieumzüge Hess, einen neuen MegaMax-Trailer an, wobei Teil des Geschäfts die Inzahlungnahme des bisherigen Fahrzeugs werden sollte. Was sich auf den ersten Blick als übliches Gebrauchtfahrzeug anhört, entpuppte sich beim zweiten Hinsehen als alter Bekannter, der vor nicht weniger als 17 Jahren von der ES-GE an Hess verkauft worden war – ein Zeitraum, der gerade im Transportgeschäft schon mit einer kleinen Ewigkeit gleichzusetzen ist. Darüber hinaus war der Zustand des Gebrauchtfahrzeugs so gut, dass die Düsseldorfer Umzugsexperten immer noch mehr als ein Viertel des damaligen Anschaffungspreises für den offensichtlich bewährten Trailer erzielen konnten.

Auf der anderen Seite macht der seinerzeitige Deal aber auch noch etwas anderes deutlich: Trotz oder gerade durch die anspruchsvolle Thematik spielt Vertrauen bzw. Vertrauenswürdigkeit in diesem Fahrzeugsegment eine herausgehobene Rolle. Mit seinem umfangreichen Know-how sowohl bei den ziehenden als auch bei den gezogenen Einheiten und der Zusammenarbeit mit bekannten Namen aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor können Helmut Sucko und seine Mannschaft in vielfältiger Weise bei den jeweiligen Kundenanfragen punkten. In Verbindung mit dem angebotenen, und über lange Zeit praktizierten Beschaffungsmix, zahlt sich dabei der langjährige Erfahrungsschatz des Schwerlastexperten für beide Seiten aus.


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